Monday, 8 May 2017

Wellington, wir kommen (schon) wieder

Der nächste Feiertag nach Ostern war der ANZAC day, der Tag an dem hier in Neuseeland der Opfer der beiden Weltkriege gedacht wird. Also hauptsächlich des ersten, da in der Türkei bei Gallpoli 1915 sehr viele Soldaten aus Neuseeland und Australien sterben mussten. ANZAC day ist einer von drei Tagen im Jahr wo hier die Geschäfte wirklich mal schließen (müssen), genaugenommen zum ANZAC nur für einen halben Tag. Mit dem Feiertag als Gelegenheit und Holger dienstlich unterwegs, bedurfte es keiner langen Bedenkzeit für die Verbliebenen, bis auch wir unseren Reiseplan fertig hatten. Da wir so viel Zeit wie möglich miteinander verbringen wollten, gönnten wir uns dieses Mal sogar einen Flug statt eiiner 5-stündigen Busreise. Sassi und Steven holten uns freundlicherweise vom Flughafen ab und wir wurden ins Basislager (Studentenbude) chauffiert. Ich sage Euch, diese Reise war der pure Luxus ;). Der Abend wurde genutzt um Pläne für die folgenden Tage zu schmieden. So fuhren wir am nächsten Tag direkt nach dem Frühstück und einem ordentlichen Stück Geburtstagkuchen (unser Ixi ist nun eine sweet - süße 16), mal wieder in den Zoo. Sassi hatte Freikarten bekommen für freiwillige Arbeit und da das Wetter mitspielte, verbrachten wir den ganzen Vormittag da. Seit dem letzten Besuch vor ca. einem Jahr, hatte sich auch einiges verändert. So hatten einige Vögel jetzt besonders große und schöne Gehege. Da es Wochenende war, waren wir auch nicht allein da, so war es eher schwierig ein paar Tiere zu streicheln. Nur Sassi gelang es, ein kleines Wallaby zu erwischen. Nach dem Zoo hatten wir bis zum Abendbrot noch etwas Zeit und erklommen, den iim Zentrum gelegenen Mount (Berg) Victoria. Hier gab es auch einige neue Dinge (Spielgeräte) zu entdecken und wir erforschten diese sehr interessiert und fast blessur-frei. Nächster Programmpunkt war ein kurzer Barbesuch. In eine Bar zu gehen, ist immer etwas problematisch, da Ixi noch als Kind zählt und hier strenge, etwas verwirrende Regeln gelten. Nein, nein, keine Sorge, sie hat natürlich nur eine Limo getrunken. Von der Bar gings in ein mexikanisches Restaurant, wo wir es uns gut gehen ließen und auf Ixis's Geburtstag anstießen, Mama zahlt :) Am nächsten Tag freuten sich die meisten von uns schon auf die geplante Wanderung an der Kapiti Küste. Dort entstand in jüngster Vergangenheiti ein neuer Wanderweg mit wirklich spektakulären Ausblicken. Der Weg von nur 9,5 km Länge führt von einer Bahnstation zur nächsten. Da wir mit dem Auto da waren, mussten wir das ganze auch wieder zurück laufen. Was dann doch etwas in die Beine geht (zumindest auf dem Rückweg), sind die vielen Stufen, die zur Überwindung der 220 Höhenmeter dienen. Auch ist der Weg nicht für Blasenkranke oder Leute mit Höhenangst geeignet, da es keine Toiletten an der Strecke gibt und es die meiste Zeit nur auf einem schmalen Grat am steilen Berg entlang nach oben und dann respektive wieder nach unten geht. Also, für schwache Gemüter, sei gesagt: Blick immer nach oben oder zur Bergseite gerichtet. Zwei tolle Hängebrücken machen das Wanderabenteuer komplett. Auf der Hälfte der Strecke mussten wir leider an den woh duftenden Kaffees vorbei, da wir dummerweise keinerlei Zahlungsmittel dabei hatten. Na ja, beim nächsten Mal sind wir besser vorbereitet. Vorteilhaft war auch, dass kaum Wind wehte. Ich mag mir den Weg bei starkem Wind lieber nicht vorstellen. Gut gelaunt, aber übel riechend ging es nach Hause, wo dieses Mal selbst gekocht wurde. Schließlich übernachtet man bei armen Studenten bzw. Berufsanfängern. Am diritten Tag waren nur wir "Mädels" unterwegs, da Steven arbeiten musste. Dem üblichen Klischee folgend, gingen wir shoppen, was natürlich in Wellingten mehr Spaß macht als bei uns in der Provinz. Es sollte hier noch einmal daran erinnert werden, dass es in Neuseeland ein gutes Angebot an Second Hand Läden gibt, die wirklich tolle Sachen für einen Bruchteil des Originalpreises anbieten. Ein typischer Student kennt sie alle. Was dabei Spaß macht, ist die Jagd nach der Perle unter den üblichen Ramsch. Und in der Tat, fanden wir wieder einige darunter. Da Ixi's Konfektionsgröße noch unschlagbar Modell-mäßig ist, war in diesen Größen das Angebot auch besser. Tja wer kann, der kann. Tags darauf, war dann "Game over" und es ging mit Air New Zealand wieder nach Napier zurück. Allerdings erwartete uns beide dort schon die nächste Feierlichkeit, da einer unserer Nachbarn seinen 50igsten feierte und die gesamte lokale Politprominenz eingeladen hatte. Dazu muss man sagen, dass er der Chefredakteur des Lokalblattes ist und da gehört das vermutlich dazu. Völlig egal, es gab soooo viel zu essen und viele Reden. Wir hatten viel Spaß und gingen mit akutem Bauchdrücken dann nach Hause, wo uns unsere Katze schon sehnsüchtig erwartete. Keine Sorge, sie musste während unserer Abwesenheit nicht hungern. In diesem Sinne, schließe ich für heute und verbleibe mit besten Grüße in Namen aller HanneBergers, Eure Birgit

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