Sunday, 20 May 2012

Coromandel, (vorerst) letzter Streich

Keine Angst, noch war unser Coromandel Abenteuer nicht beendet. Die Schönheiten der Ostküste lagen noch vor uns. Unser erster Stopp galt der sogenannten Kathedralen-höhle, oder auch Cathedral Cove, welche sich wenige Kilometer nördlich vom Ort Hahei befindet. Das Küstengestein besteht hier vornehmlich aus hellem weichen Kalksandstein. Das kraftvoll tosende Meer tut hier sein übriges, um dem Küstenverlauf seinen Willen aufzudrücken respektive sich einzuschneiden und auszuspülen. Die Kathedrale verbindet zwei traumhafte Buchten, in der zahlreiche Badegäste, Wanderer und Surfer touristische Zerstreuung suchen und finden. Somit war es durchaus schon eine Herausforderung einen geeigneten Parkplatz zu finden. Ein 30ig minütiger, gut ausgestatteter Wanderweg führt den unendlichen Pilgerstrom zum Ort des Geschehens. Das Wetter war traumhaft, die Wellen für neuseeländische Verhältnisse sehr hoch und die Laune ausgezeichnet. Wir genossen den Anblick bis unsere Füße wie von Zauberhand ganz von Sand eingeschlossen waren. In letzter Minute befreiten wir uns und machten uns auf den Weg nach Hot Water Beach. Dabei warfen wir noch einen Abschiedsblick auf die Strände von Hahei. Hot Water Beach ist ein Beweis für den vulkanischen Ursprung der Halbinsel. Der vorinformierte Tourist besucht die Gegend nur mit einer Schaufel, um den Schaufelausleihgebühren vor Ort zu entgehen. Am Strand von Hot Water Beach tritt an einigen Stellen, wie es der Name selbst schon sagt, Wasser mit 64°C aus. Man buddelt dann Löcher im Sand und kann ein heißes Bad nehmen. Man sollte allerdings auch wissen, dass diese Stellen nur bei Ebbe zugänglich sind und als wir da waren, war die Flut im vollen Gange. Dennoch konnte man einige beim erfolglosen buddeln entdecken. Auch hier gab es phantastische Wellen zu beobachten. Die letzte Nacht verbrachten wir auf einem DOC (Department of Conservation) Campingplatz, welche sich in der Regel durch ihre tollen Standorte, zugleich aber auch durch bestechende Einfachheit, auszeichnen. Da es beim Zeltaufbau schon etwas duster war, bemerkten wir die Nähe zur Toilette leider erst etwas später. Der Wind meinte es aber zumeist gut mit uns. Am Morgen war dann Ostereiersuche im Wald angesagt. Die Trefferquote war auch recht gut. Lediglich ein Ei blieb verschollen und schmachtet vermutlich heute noch in seinem Versteck. Der Abwechslung halber fuhren wir über Tauranga zurück in unsere Hawke's Bay. Seitdem hat sich auch wieder einiges ereignet. So schmiss Ixi ihre Geburtstagsparty und Sassi besuchte einen Schulball. Die Nächte sind schon recht kalt, aber die Tage werden immer wieder sonnig und warm. Ein paar Fotos vom Ball wird es dann beim nächsten Mal geben. Also bleibt gespannt. Eure HanneBergers

Wednesday, 25 April 2012

Unser Coromandel Abenteuer

Heute nun endlich Teil 2 der Coromandel Expedition, die uns in so gemütliche Orte wie Thames oder Coromandel Stadt führte. Eine Kollegin ist erst kürzlich mit ihrer Familie nach Coromandel gezogen und somit war es für uns Ehre und Pflicht ihr sofort einen Besuch abzustatten. Natürlich wollten wir nebenbei auch ihr neu erstandenes Haus inspizieren. Die Aussicht von da war traumhaft. Jeden Abend Sonnenuntergänge über dem Meer beobachten, kann sicherlich nicht jeder. Allerdings gibt es auf dieser Seite der Halbinsel nur eine Straße, die sich an der Küste entlang am Wasser herumwindet und entweder man wohnt an dieser Straße und muss sich dann mit dem Verkehrslärm arrangieren, oder aber man wohnt im Busch und ist ziemlich abgeschnitten von allem und jeder Handwerker, der von der Adresse erfährt, weigert sich mit Händen und Füßen zu kommen. In Coromandel Stadt soll man auch lecker Muscheln und frischen Fisch essen können. Wir haben auch zahlreiche Muschelfarmen entdecken können. Leider hatten wir immer irgendwie ein falsches Timing uns so wurde nie was draus. Aber beim nächsten Mal ist das fest eingeplant. Apropos falsches Timing, das hatten wir leider auch bei der Driving Creek Railway , die bis spät in den Nachmittag bereits ausgebucht war. Da wir aber weiter wollten, blieb uns nichts weiter übrig, als die näheren Örtlichkeiten (inklusive eines Videos über die Bahnstrecke und den Bau) in Betracht zu nehmen und uns ein neues Ziel zu suchen. Dieses war aber weiter nicht schwierig, da Waterworks auch viel Unterhaltung zu versprechen schien. Doch zurück zur Eisenbahn, die sich ca. 3km nördlich von Coromandel Stadt befindet. Dabei handelt es sich um ein private Schmalspurbahn, die ein gewisser Barry Brickell im Oktober 1990 begonnen hat zu bauen. Mindestens 21 Jahre vergingen, bis er überhaupt daran denken konnte, sie zu vermarkten. Ein weiteres Hobby von ihm ist die Töpferei und so ist es denn kein Wunder, dass man überall überraschende Kreationen finden kann. Die Zugfahrt selbst führt etwa eine Stunde lang durch den Regenwald, über Brücken und Tunnel bis zu einer großen Aussichtsplattform (zumindest war das so im Video ersichtlich). Der Lokführer stellt dabei seine Weichen noch per Hand. Bei Waterworks handelt es sich um einen ebenfalls privat betriebenen kleinen Vergnügungspark, der sich überwiegend mit dem Thema Wasser auseinandersetzt (war wohl auch zu erwarten bei dem Namen ;). Neben zahlreichen lustig gestalteten Informationstafeln, bestand der Rundgang hauptsächlich aus Spielgeräten, die für alle Familienmitglieder geeignet waren. Kurzum wir hatten viel Spaß. Findet wie immer anbei einige Fotos dazu, die das ganze illustrieren. Nach Waterworks ging es zur Ostküste mit seinen wunderschönen Stränden, doch dazu gibt es erst beim nächsten Mal mehr. Bis dahin, bleibt gesund und neugierig. Eure HanneBergers

Saturday, 14 April 2012

Ab in den Norden, der Sonne hinterher

Zu Ostern war es endlich wieder so weit. Ein verlängertes Wochenende war in Sicht, was die Familie HanneBerger automatisch zum verreisen und entdecken zwingt. Dieses Mal stand das Ziel eindeutig fest. Da wir es bislang noch niemals nach Coromandel geschafft hatten, es da aber soooo schön sein soll, war die Tour schnell geplant und los ging es am Freitag morgen nach einer sehr regenreichen Woche in Richtung besagter Halbinsel. Coromandel liegt nur 55km östlich von Auckland auf der Nordinsel von Neuseeland. Die Halbinsel erstreckt sich auf eine Länge von 85km, ist an seiner breitesten Stelle 40km breit und war früher Schauplatz für Goldminen und holzverarbeitende Industrie. Heute findet man überwiegend Touristen und erholungssuchende Auckländer dort. Das Rückgrat der Halbinsel stellt eine 900m hohe Bergkette dar, die zu weiten Teilen noch mit wunderschönen ursprünglichen Regenwald überzogen ist. Auf der Ostseite findet man darüberhinaus auch noch beeindruckende Strände, Thermalquellen und Höhlen. Unser erstes Ziel waren die Wanderwege und die Minenüberreste in der Karangahake Schlucht. Sie befindet sich an der Straße 2 zwischen den Orten Paeroa und Waihi. Es gibt da jede Menge Überbleibsel des Goldrausches von 1875 zu entdecken, wie Minengänge, Erz-Zerkleinerungsanlagen (Batteries), Eisenbahnstrecken (Goldfields Railway) und schier endlose Tunnel. Mit großen Zerstampferanlagen wurden das goldhaltige Erz zu Pulver zermalmt und das Gold extrahiert. Dieses Verfahren war aber recht ineffizient. Mit dem Cyanid Prozess, der 1889 in Karangahake ausprobiert wurde, stiegen die Erträge, denn wenn Cyanid dem Pulver hinzugefügt wird, führt es dazu, dass Gold und Silber sich herauslösen und man mehr davon extrahieren kann (90% bei Gold und 50% bei Silber). Normalerweise leben heute auf Coromandel nur ca. 42.000 Menschen und es gibt nur fünf Orte, die mehr als 1000 Einwohner zählen, wobei Thames als einziger Ort es auf über 5000 schafft. Zur Zeit des Goldrausches lebten ca. 18.000 Menschen allein in Thames. Nachdem wir alle Wege erwandert hatten, na ja so gut wie alle, ging die Entdeckungstour weiter in Richtung Norden. Da es bereits später Nachmittag war, kamen nur noch Naturschönheiten zu Besichtigungszwecken in Frage. Tatsächlich haben es auch hie und da ein paar Kauri-Bäume geschafft, dem damaligen Abholzungswahn zu entgehen (man vermutet, dass der Goldrausch daran "schuld" sein könnte) und sind noch heute in voller Pracht zu bestaunen. So ging es also in den Kauri Grove, zum Square Kauri (Kauri-Riese in eckiger Form) und zu einem Wasserfall, um den erlebnisreichen Tag zu beschließen und meinen Ruf als "tree hugger" zu untermauern. An einer Stelle waren zwei Kauris vor Urzeiten zusammengewachsen, so dass es nun so aussah, wie siamesische Zwillinge. Was wir dann in den folgenden Tagen noch entdeckten und ob wir auch Ostereier finden konnten, das enthülle ich dann im nächsten Posting, wenn es uns in die Stadt Coromandel führen wird. Bis dahin, seid alle nett gegrüßt. Eure HanneBergers

Sunday, 18 March 2012

Mach mit, machs nach, machs besser

Einen Gruß heute von der sportlichen HanneBerger Familie. Die letzten Wochenenden waren ganz der Körperertüchtigung und dem Training gewidmet. Den Höhepunkt bildete gestern die sogenannte Drei-Berge-Herausforderung. http://www.triplepeakschallenge.co.nz/ Das ist eine 47km Strecke, die es in sich hat, denn wie der Name es schon verheißt, sind drei Berge zu erklimmen. Dieses entweder laufend, gehend oder Fahrrad fahrend. Dabei muss man zwischendurch sogar noch zwei Flüsse durchwaten. Es gibt auch tatsächlich zahlreiche Freiwillige, die sich diese Tortur ganz allein auferlegen, aber die meisten teilen sich rein in die Strecke und so gibt es denn auch etliche Möglichkeiten dieses zu tun so wie Dreierteams, Fünferteams, mal mit Fahrrad, mal ohne. Da die Sonne in der Hawke's Bay sehr intensiv sein kann, auch im Herbst, wurde der Start auf ca. 6 Uhr morgens gelegt, wofür ich sehr dankbar war. Daher der dunkle Hintergrund im Foto. Sowohl Holger als auch ich waren in Duathlon Teams (Läufer, Fahrradfahrer, Läufer). Unser Berg war der Te Mata http://de.wikipedia.org/wiki/Te_Mata, stattliche 399m hoch und wir spüren jeden einzelnen Meter davon heute noch in verschiedenen Regionen unserer Körper. Den Te Mata hochwandern ist eine Sache, ihn aber auf Zeit hochhetzen ist eine andere, aber irgendwie haben wir es dann doch geschafft und hatten sogar Spaß dabei. Na gut, vielleicht nicht dabei, aber auf jeden Fall danach. Letztes Wochenende hat auch Sassi mitgemacht. Da fand ein Triathlon statt, wobei jede Disziplin von einem anderen Teammitglied ausgeführt wird und da immer ein Mangel an Schwimmern herrscht, ist Sassi eingesprungen. http://www.tremains.co.nz/content/tremains-triathlon.html Diese Veranstaltung wächst von Jahr zu Jahr und wird immer populärer. Beide Teilnahmen hat dabei unser Arbeitgeber gesponsort und nicht nur das. Nach den Wettbewerben gibt es dann immer noch ein zünftiges BBQ und viel Spaß. Anbei auch noch ein paar Schnappschüsse vom Splashplanet, da ich die meisten Sportbilder noch nicht in meinen Besitz bringen konnte. Liebe Grüße an alle - Eure HanneBergers

Saturday, 3 March 2012

Napier im Art Deco Fieber

Am erstem März sagte der Radioreporter, dass nunmehr der Sommer offiziell vorbei sei. Dabei fragt sich jeder normale und sonnenverwöhnte Hawke's Bay Bewohner, welcher Sommer denn damit gemeint sei. 2011/2012 wird garantiert kein guter Wein-Jahrgang in NZ. Es war insgesamt relativ wechselhaft. Dieses Wochenende ist besonders schlimm. Es weht ein stürmischer Wind, der ständig Wolken und Regen mit sich bringt. So wird das Erlebnisbad wohl leer bleiben. Die HanneBergers waren glücklicherweise letzte schon Woche da, wo es noch einigermaßen schön war. Der Splash Planet ist schon bemerkenswert mit seinen vielen Rutschen, der Go Cart Bahn, den Bumper boats, der Minigolfanlage und vielem mehr, aber wenn die Sonne nicht scheint, dann nützt das tollste Angebot nichts. Am Art Deco Wochenende hatte Petrus dann doch ein Einsehen. Zumindest gab es keinen Regen und es war wieder Himmel und Hölle unterwegs. Da Holger gleichzeitig an einem wichtigen Contest teilnehmen musste, waren wir leider an beiden Tagen recht spät dran. Es war aber dennoch sehr schön. Unsere Freunde hatten sie dieses Jahr zum Picknick sogar ein Thema überlegt, nämlich eine Spielhölle zur Zeit des Al Capone. Dafür waren sie schon wochenlang vorher fleißig gewesen, haben Kulissen bemalt, Maschinengewehre geschnitzt, Köstüme genäht und und und. Ja, man muss schon ein bisschen Aufwand betreiben. Die Konkurrenz schläft nicht. Ich füge mal noch zwei Bilder von anderen Pavillions mit hinzu, damit der geneigte Betrachter sich ein Bild machen kann. Je mehr man sich der Stadt zur Art Deco Zeit nähert, desto mehr ändert sich das Bild. Zuerst war es Ixi am Sonnabend noch ein wenig peinlich sich "verkleidet" zu haben, aber als dann die "Verkleideten" plötzlich in der Mehrzahl waren, war es eher peinlich nicht "verkleidet" zu sein. Es ist als ob man eine Zeitmaschine hätte und plötzlich in einer anderen Welt zu einer anderen Zeit wieder auftaucht. Es gab wieder eine tolle Flugshow und unzählige alte Flugmaschinen, hunderte Oldtimer, Touren mit der Dampflok, zahlreiche Straßenartisten und Musikanten und uns wieder mittendrin. Napier zur Art Deco Zeit ist einfach immer wieder eine Reise wert! Vom Splash Planet werde ich dann beim nächsten Mal ein paar Bilder mit hinzufügen. Mit herbstlich angehauchten Grüßen verbleibe ich dann für heute. Bis zum nächsten Mal. Eure HanneBergers

Sunday, 19 February 2012

Die freundlichen Inseln Teil 2

So, das Wochenende und damit Art Deco 2012 ist nun auch schon wieder Geschichte und liegt erfolgreich hinter uns. Ich kann Euch sagen, es war wieder allerhand los und der Wettergott hat es noch Südsee-Feeling auf Pangaimotumal gut gemeint. Doch was sich da im Einzelnen zugetragen hat, das gibt es dann erst im nächsten Posting zu lesen. Für heute möchte ich Euch noch einmal auf die freundlichen Inseln entführen, auf die wir ja kürzlich für eine Woche entfliehen konnten. Auf unserer Ausflugstour kreuz und quer über die Hauptinsel Tongatapu wurde in jedem Fall eines sehr deutlich: Die Missionare aller Konfessionen haben einen groDer Königspalastßartige Arbeit geleistet und die Insel und deren Bewohner mit zahlreichen Kirchen und Kathedralen bereichert. Am häufigsten findet man Glaubenstempel der Mormonen (LDS-Church, das kommt von Latter-Day Church und ist nicht zu verwechseln mit LSD). Es kam einem so vor, als ob tatsächlich jedes Dorf einen Tempel hatte. Immer nach einem bestimmten Schema gebaut mit Sportplätzen im hinteren Bereich. Allerdings habe ich nie viele Leute da sehen können. In jedem Fall stecken unzählige Millionenbeträge in all diesen Bauwerken. EMormonentempelbenso gut vertreten waren die Adventisten (Seventh Day Adventists) sowie die Methodisten (Free Wesleyan Church). Selbstverständlich gibt auch sehr viele Römisch-Katholische Kirchen, aber ich war überrascht wie sehr die anderen bereits das Straßenbild prägen. Es soll wohl sogar noch ein paar Mutige geben, die zugeben, dass sie nicht an Gott glauben. http://en.wikipedia.org/wiki/Religion_in_Tonga Aber ganz ehrlich, ich möchte nicht in deren Haut stecken bei all dieser Gläubigkeit und der damit oft verbundenen Erwartungshaltung. Mit dem Thema Tourismus widerum ist man eigentlich recht schnell fertig, da die Hauptstadt nicht so viel Sehenswertes zu bieten hatDrei Strandgrazien. Es gibt ein paar Resorts, die polynesische Dinner Shows anbieten mit traditionellen Tänzen und gutem Essen, aber leider fanden sich zu unserem geplanten Termin nicht genügend Gäste und es wurde kurzerhand abgesagt. Eine dieser Shows findet sogar in einer Höhle statt. Wenn man weiterreist auf eine der anderen Inseln wie 'Eua, Ha'pai oder Vava'u, dann gibt es da schon etwas mehr Südsee-Flair. Wir selbst haben es immerhin bis auf Ha'amongaeine kleine Insel kurz vor den Toren von Nuku'alofa geschafft. Mit einem kleinen Boot ging es in circa 15 Minuten nach Pangaimotu, die wir in etwas wenig mehr Zeit dann auch gleich zu Fuß umrundeten, um aber anschließend auch zu schwimmen und zu schnorcheln. Die Hauptinsel selbst hat aber auch einige sportliche Attraktionen wie Kayak, Golf, Fischen und eine Tauchbasis. Was gibt es außer dem relativ übersichtlichem Zentrum der Hauptstadt noch zu sehen? NuSprite-Schleichwerbungn da gibt es zunächst einmal die königlichen Grabstätten Mala'e Kula, wo seit 1893 die Könige ihre letzte Ruhe finden. Dann sollte man sich auf jeden Fall den Talamahu Markt nicht entgehen lassen. Dort gibt es frische Früchte und Gemüse aller Art, aber auch Souvenirs kann man käuflich erwerben. Einen Fischmarkt gibt es selbstverständlich auch. Die bekannten Entdeckungsreisenden wie James Cook, oder Abel Tasman, Die einzige Palme mit drei Kronenhaben der Insel auch einige Besuche abgestattet und es gibt ihnen zu Ehren noch Gedenktafeln an den jeweiligen Landungsstätten. Neben den bereits erwähnten Blow Holes (siehe Teil 1) gibt es noch drei weitere erwähnenswerte Sehenswürdigkeiten. So findet man beispielsweise auf Tonga den Stonehenge des Südpazifik. Dieser mysteriöse Koloss wurde 1200 vor Christus errichtet. Im Nordwesten stößt man auf eine wunderschöne natürliche Brücke zu deren Füßen das Meer sich wild tosend seinen Weg bahnt. Diese wird "Hufangalupe", oder auch "The Pigeon's Doorway" genannt, was so viel heißt wie "Der Taubendurchgang". Und zum dritten soll es ja noch, wie bereits erwähnt, die Anahulu Höhle geben, was wir aber weder bestätigen noch widerlegen können, da wir sie nicht besichtigt haben. Über Tonga und seine überaus freundlichen Bewohner sowie seine üppige Natur und den noch üppigeren Regen, lässt sich locker noch reichlich weiter plaudern. Es ist immer wieder erstaunlich wie viel neue Eindrücke man allein in 9 Tagen sammeln kann. Fazit ist, wir würden gern wiederkommen. Zu empfehlen sind auch unsere Gastgeber "Toni's Guesthouse", das Kaffee "Friends" und das örtliche Touristenbüro. Damit möchte ich für heute schließen und mich wie immer herzlich für Euer Interesse bedanken. Bis zum nächsten Mal, dann wieder mit Art Deco. Eure HanneBergers

Saturday, 4 February 2012

Die freundlichen Inseln Teil 1

Ja und da sind wir wieder. Frisch und gut erholt nach unserem 9 Willkommen in Tongatägigen Kurztrip nach Tonga. Unsere Akkus sind nun wieder voll, wobei auch nicht mehr 100%, da wir ja schon wieder eine Woche arbeiten waren. Gut, dass dafür dieses Wochenende einen Tag länger ist als sonst, da ganz Neuseeland den Waitangi Tag begeht. Fleißige Blogleser können sich ja bestimmt noch an das Waitangi Posting erinnern. Nun werden sich sicherlich viele fragen, wie es denn in Tonga so war. Ich versuche das mal kurz zusammenzufassen. Es entbehrt sicherlich nicht einiger Subjektivität. Man möge mir das verzeihen. Ich fange mal mit dem Wetter an. 1. Das Wetter: Wir hatte uns diesbezüglich vorher bereits belesen und wussten, dass es in Tonga nur zwei Jahreszeiten gibt, nämlich den Winter und den Sommer. Wir waren im Sommer da, der zugleich Sturmsaison (von November bis April) ist, sowie SüdseefeelingRegenzeit. Der meiste Regen fällt normalerweise von Februar bis April. Vermutlich ist aber dieses Jahr eine Ausnahme, da der gesamte Regen bereits im Januar runterkam während unseres Aufenthaltes dort. Temperaturen klettern im Sommer bis auf 32°C und fallen in der Nacht bis auf etwa 17°C. Im Winter frieren die Einheimischen und wickeln sich in Betttücher. So kann es des nachts durchaus mal auf lausige 10°C runtergehen. Uns wurde berichtet, man könnte sogar manchmal seinen eigenen Atem sehen. Das stimmt einen in Europa dieser Tage dann doch bedenklich, wo man gegen -20°C und kälter ankämpfen muss. Zwischen den Regenfällen kam die Sonne uFlughundend erwärmte alles wieder schnell, sodass man sich immer gut einfetten muss, am besten mit hohem Lichtschutzfaktor. Kurz nach unserer Ankunft, machten wir uns sofort auf den Weg unsere Funklizenzen abzuholen, was ohne große Probleme über die Bühne ging. In zehn Minuten hatten wir drei Lizenzen zu je 23 Pa'anga. Holger hatte im Vorfeld alles per e-mail klären können und die dortigen Behörden waren sehr auf Draht. Zur Zeit gibt es keine aktiven einheimischen Funkamateure bestätigte uns der Beamte. Daher sorgt Tonga immer für ein gutes Pileup. Vermutlich wird dies eine andere geplante (deutsche)Spuren im Sand DX-Pedition, die in den nächsten Monaten stattfinden wird, auch nicht groß ändern. Unsere Ausrüstung bestand aus einem Transceiver (Sender und Empfänger in einem) und einer Rolle Draht, was das schwache Signal in Europa zum Teil erklärt. Der andere Teil wird durch den Aufbau unserer Antenne deutlich, da die Drähte mangels jeglicher Kokospalmen auf unserem Grundstück und unmittelbarer Nähe auf einem extra für uns geschlagenen Bambusstamm befestigt werden mussten. Die mangelnde Höhe machte sich alsbald in der Signalstärke deutlich. Egal, tagsdarauf nahmen wir an einem ganztägigen Inselausflug teil, wo uns ein gutes Stück Wissen über Flora und Fauna näher gebracht wurde. 2. Flora und Fauna: Bemerkenswert in der Fauna sind vor allen Dingen dIxi und der Königie Flughunde, die faul und träge in ihren Lieblingsbäumen zu Hauf herumhingen. Wir haben diese Tiere erstmalig auf den Malediven vor 14 Jahren sehen können. Im Gegensatz zu den Fledermäusen fliegen sie aber ohne Echoortung. An einer Stelle hatte es sich auch eine große Menge von relativ großen Spinnen bequem gemacht, aber keine Angst im Haus waren sie nicht. Ansonsten rennen überall Schweine, Hunde und Katzen rum, wobei sich diese, von den Schweinen mal abgesehen, nicht immer in einem guten Zustand befinden. Thunfisch und andere kleinere Fische bekommt man auf den Märkten auch häufig zu sehen, diese sind dann aber nicht mehr so interaktiv. Da allgemeinhin fast alles importiert werdenDie Welle muss und Konserven und andere Lebensmittel daher recht teuer sind, essen die Einheimischen viel Gemüse und Früchte, die sie selber anpflanzen. So findet man überall auf der Insel (Tongatapu) Felder mit Maniok, Taro, Vanille, Tomaten, Ananas, Bananen, Paprika, Gurken, Melonen sowie Zwiebeln und was sonst noch so essbar ist. Dazwischen gibt es dann noch Bäume/Palmen mit Kokosnüssen, Mangos, Brotfrüchten und Papayas. Vanilla wird sogar exportiert. Gemüseanbei in Tonga bedeutet so viel wie: Die Stecklinge einfach in die Erde verfrachten und der Natur überlassen. Wenn das Unkraut dann größer ist als die Nutzplanze, ist die Erntezeit nicht mehr weit. Da wir zum größten Teil Selbstversorger waren, haben wir auch jede Menge Melonen und Ananas verputzt. Beeindruckend auf unserer Inseltour waren die sogenannten Blowholes. Das Wasser wird an einem langen Küstenstreifen mit voller Wucht angespült und es spManiokfeld mit Kokospalmenritzt meterweit nach oben. Diese Kraft bildet natürliche Tunnel in den Felsen aus und das Wasser wird dort kontinuierlich durchgejagt. Es tritt an anderer Stelle wieder aus und so entstehen Riesenfontänen. Ich kann nur sagen: absolut sehenswert. 3. (und für heute letztens) Die Sprache: Die meisten, in Tonga lebenden Leute, sind Polynesier und sprechen ihre eigene Sprache, nämlich Tongaisch. Wichtigste Phrase in Tonga ist sicherlich "Hallo, guten Tag", was so viel heißt wie "Malo e lelei". Nützlich sind sicher auch "bitte": "kataki" und "danke": "malo". "Ja" heißt " 'io " und "nein" heißt " 'ikai ". Zum Abschluss noch "Wie geht es Dir?": "Fefe hake" und weil es so lustig klingt noch "morgen": " 'apongipongi". Englisch spielt auch eine große Rolle und wird von manchen Kirchen sogar vorgeschrieben. Wie es uns dann weiter erging auf unserer kurzen Reise, das erzähle ich Euch dann beim nächsten Mal. Da wird es dann um Religion, Tourismus und Kultur gehen. Für heute viele Dank fürs Lesen und wie immer bis bald. Eure HanneBergers