Sunday, 22 November 2015

Mal wieder in der Hauptstadt

Nachdem Sassi endlich alle ihre Prüfungen absolviert hatte, durften Ixi und ich mal wieder einen Ausflug in unsere Hauptstadt unternehmen. Wie auch beim letzten Mal fuhren wir ganz bequem mit dem Bus. Es dauert zwar 5 Stunden bis man da ist, aber die Fahrpreise sind bei langfristigen Buchungen einfach unschlagbar. Während wir noch im Nieselregen losfuhren, empfing uns Wellington mit Sonnenschein. Da es leider weder am Bahnhof noch im iSite (Touristen Information) Gepäckschließfächer gibt, entschlossen wir uns mal wieder zu einer Parlamentstour, da wir dort unsere Taschen einlagern konnten. Vorher ging es noch in Neuseelands größtes Holzgebäude, welches gerade restauriert wurde und direkt neben dem neuen Parlamentsgebäude steht. Dieses wurde 1876 erbaut, zu einer Zeit in der auch in Neuseeland eine zentrale Regierung etabliert wurde. 56 Jahre lang waren das Kabinett und die Minister hier untergebracht. Wie viele Kolonialbauten dieser Zeit wurde es nach dem Vorbild großer italienischer Steinpaläste erbaut und sieht noch immer sehr eindrucksvoll aus. Danach ging es ab ins Parlament und da wir noch Zeit hatten vor Beginn der Tour, schickte man uns rauf auf die Gallerie, von der aus man echte Regierungsdebatten verfolgen kann. Diese Debatten unterscheiden sich in nichts von deutschen Bundestagsdebatten. Das gleiche Drama spielt sich vermutlich überall auf der Welt so ähnlich ab. Für uns war es aber hochinteressant und so lauschten wir denn ehrfurchtsvoll und andächtig. Im Fernsehen ist von der Gallerie nicht einmal etwas zu erahnen, da der obere Teil hinter dem Bildrand verschwindet. Es herrscht ein strenges Regime und es gilt viele Regeln zu befolgen, aber es ist für jedermann offen und kostenlos und so trafen wir denn auch einige Schulklassen dort an. Die Tour selbst ist auch sehr interessant. Am beeindruckendsten ist immer die Vorstellung der Erdbebenabsicherung im Keller. Das Fundament ist praktisch losgelöst vom Rest, sodass im Ernstfall das Haus auf Polstern hin und her wabern kann ohne Schaden zu nehmen. Zu Hause bei Sassi angekommen gab es erst einmal leckere Lasagne und wir beschlossen den Tag mit einem Film auf dem Computer. Der nächste Tag war ganz dem Wellingtoner Zoo gewidmet. Aufgrund Sassis zahlreicher freiwilliger Einsätze im Rahmen ihres Studiums, ist sie stets im Besitz von Freikarte. Diese müssen ja schließlich mal genutzt werden und das Wetter war genau richtig dafür. Der Zoo hat einiges  zu bieten. Neben einem Streichelzoo mit Schweinchen, Kaninchen und Hühnern, einer Tierklinik, einem Kiwihaus, gibt es einen ganzen Abschnitt über den großen Nachbarn Australien. Dort konnten wir sogar Kängurus und Emus streicheln. Die Äffchen hatten es uns besonders angetan, leider waren sie schwer zugänglich für uns. Findet zahlreiche Bilder zu diesem Besuch hier beigefügt. Wellington ist immer mit viel Laufen verbunden, besondern berghoch und so waren wir tüchtig geschafft am Abend. Sassi und ich starteten aber noch einmal durch für einen Ausflug ins Tanzlokal, in welchem uns drei flotte Sängerinnen Soul und Popmusik bescherten. Ixi blieb derweil bei den noch anwesenden zwei Mitbewohnern von Sassi. Wie es dann weiter ging, das erzähle ich Euch beim nächsten Mal. Bis dahin, bleibt gesund und uns gewogen. Liebe Grüße, 
Eure Hannebergers.




 

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