Saturday, 30 March 2019

Einer von drei


Ihr Lieben, bevor der März zu Ende geht, noch schnell ein kurzer Zwischenbericht von der HanneBerger Sippe. Das Highlight des Monats war ganz klar der Triple Peaks (Drei Berge) Wettkampf am 9. März. Aus einem Impuls heraus hatte ich bereits vor Wochen mich und Ixi dazu angemeldet, gerade noch rechtzeitig um das Wettkampf T-Shirt kostenlos zu ergattern. Für mich war es bereits der 6. Triple Peaks und für Ixi war es die Premiere. Wie immer konnten wir uns nicht für alle drei Berge erwärmen und so meldeten wir uns für den Single Peak explorer an, bei dem wie der Name es schon verrät nur ein Berg, der höchste, erklommen werden muss. Ich hatte mir vorgenommen ganz viele Fotos und Videos zu machen, da der Berg sich auf Privatland befindet und wir da sonst nie hoch dürfen. Am frühen Morgen machten wir uns zu zweit auf den Weg zu unserem Start, der sich an der ersten Wechselmarke befand. Ich sage Wechselmarke, weil man die drei Berge auch als Team (Lauf, Walk oder auf dem Mountainbike) absolvieren kann, wenn man keine Lust oder Luft auf insgesamt 55km oder schlappe 2024 Höhenmeter hat. Da Ixi keinen Bock auf Laufen hat,  entschied sie sich für das Gehen oder Walken. Kaum angekommen, ging es auch schon auf die Strecke und das sonnige Wetter bot Gelegenheit für unvergessliche Ausblicke und viele tolle Schnappschüsse. Alle hatten gute Laune, die Veranstaltung war exzellent organisiert und ich kam in einem einigermaßen guten Zustand wieder im Ziel an, wo es erstmals auch eine Medaille für meine Sammlung gab. Gar nicht so lange danach kam auch schon Ixi ins Ziel und wurde zu unserer positiven Überraschung sogar Dritte in ihrer Kategorie. Später fuhren wir dann noch zur offiziellen Preisverleihung, gingen aber bei der Tombola wie immer leer aus. So trösteten wir uns mit dem Freibier bzw. Freilimo und gingen noch ins Restaurant schlemmen zur Feier des Tages. Erst an den Tagen danach spürten wir dann das ganze Ausmaß der 22 km oder 848 Höhenmeter in den Gliedern, aber da schweigt man tapfer, denn auch das geht vorbei. Ansonsten hatten wir auch im März etliche Gäste, tolles Wetter mit großartigen Sonnenaufgängen und ein Truthahnbaby. Im Garten tut sich auch so einiges, da wir im Herbst eine größere Pflanzaktion planen. Gemeinsam mit Sassi und Steven entstand auch ein weiteres Mastfundament für unseren stetig wachsenden Antennenwald. Für den April planen wir eine weitere Reise nach Wellington und im Mai gibt es dann die lang ersehnte Graduation Veranstaltung für Sassi, sozusagen das abschließende Highlight ihres Studiums. Doch von all dem erzähle ich Euch beim nächsten Mal. Bis dahin, bleibt gesund und munter! Eure HanneBergers
P.S. Als Bonustrack anbei noch ein Link zum Wissenschaftscamp von Ixi im Januar.


Saturday, 2 March 2019

Mit Federboa und Perlenkette unterwegs

Liebe Leser, und schwupps ist auch
der Februar des neuen Jahres wieder vorbei und damit ebenso das alljährliche Art Deco Spektakel, auf dem wir (Ixi und ich) mal wieder nicht fehlen durften. Holger betätigte sich derweil an seinem Funkgerät. Nun, man könnte meinen, dass es uns langsam langweilen könnte, da ja das Programm relativ ähnlich ist jedes Jahr. Dem wäre vermutlich auch so, wenn da nicht immer die Leute wären mit denen man dieses Festival verbringen darf. Dieses Jahr waren neben Ixi's Freundin Alice und ihrer Mutter Gwen noch deutsche Austausch-Schüler und ein junger Mann mit von der Partie, welcher erst seit kurzem in der Hawke's Bay wohnt. Gemeinsam schauten wir uns die schier endlose Oldtimer Parade an, genossen die Tanz- und Sangesdarbietungen, hörten den kleinen Musik-Kapellen zu, bewunderten die Kostümwettbewerbe und nahmen schließlich auch ein kleines Picknick ein. Am zweiten Tag waren wieder die Konstrukte beim Seifenkistenrennen zu bestaunen und die unendliche Kreativität bzw. Akribie bei der Ausgestaltung der Pavillions beim sogenannten Gatsby Picknick. Obendrein gab es wie immer alte Flugzeuge, die den Himmel in halsbrecherischen Sturzflügen und Loopings sowie in exakten Formationen durchkreuzten. Wir trafen ein paar weitere Mitschüler von Ixi und Alice, sowie ein paar Kollegen von ABB. Am zweiten Tag fand dann auch wieder die traditionelle Veronica Parade statt. Das ist eine Hommage an die neuseeländische Marine, die im Schicksalsjahr 1931 mit ihrem Schiff der HMS Veronica im Hafen von Napier vor Anker lagen und als Ersthelfer nach dem Erdbeben zur Stelle waren. Das ist noch immer Neuseelands fatalstes Erdbeben (7.8) mit 258 Toten, welches sich in den Morgenstunden (ab 10.47 Uhr) des 3. Februar 1931 ereignete. Viele Häuser wurden dabei zerstört und es brachen Feuer in 3 Apotheken aus, die der Stadt den Rest gaben. In den Jahren danach wurden dann Hastings und Napier im damaligen Stil des Art Deco wieder aufgebaut und das Art Deco Festival wurde geboren um an diese Zeit zu erinnern. Findet von alldem anbei auch ein paar Schnappschüsse. Was war sonst noch so bei uns los? Zum Einen gab es eine Geburtstagsfeier am Strand, zu der unser Freund Frank eingeladen hatte. Der Campingwagen wurde schnell zur mobilen Strandbar umfunktioniert und so genossen wir gemeinsam eine sehr laue Sommernacht mit unendlich vielen Sternen (nahezu keine Lichtverschmutzung) und, was für mich sehr überraschend war, mit extrem vielen Satelliten. Das war wie eine Autobahn der Satelliten am Himmel. Erst dachte ich, es wäre die ISS, aber so schnell bewegt diese sich auch nicht um die Erde, 90 min muss man da schon auf die nächste Umrundung warten. Toll waren auch einige Sternschnuppen, die bestimmt Glück bringen, oder etwa nicht ? Bei einem Strandspaziergang fanden wir allerdings auch ein paar blaue Quallen, sogenannte Bluebottles, mit denen wir schon auf früheren Südseereisen üble Bekanntschaft gemacht hatten, da sie bei Berührung so ungemein starke Reaktionen im menschlichen Körper hervorrufen, die bis zum Tod führen können. Aber keine Angst, die lagen nur am Strand herum und wir hatten auch nicht die Absicht baden zu gehen. Als tolle Abschlussnachricht darf ich Euch noch die frohe Kunde unterbreiten, dass Ixi gestern nach einigen Anläufen endlich ihre "Restricted" Führerscheinprüfung bestanden hat. Das versetzt sie in die Lage allein mit dem Auto zu fahren, was sie heute auch gleich gemacht hat, da sie einen Sonnabend-Schülerjob in einer Drogerie angenommen hatte. Wieder ein Schritt in Richtung erwachsen und unabhängig sein. So, mal sehen was der März so zu bieten hat. Euch allen, alles Gute und bleibt uns weiter gewogen. Eure HanneBergers 

Sunday, 27 January 2019

2019 beginnt wissenschaftlich


Alles Gute noch für 2019 an unsere lieben Leser! Die ersten vier Wochen des neuen Jahres sind  inzwischen wieder rum. Silvester fand diesmal in kleinstem Rahmen (nur Holger und Birgit) statt. So konnten  schon mal üben für spätere Zeiten. Xenia war bei einer Party in Havelock North und so saßen die zwei Alten allein zu Hause. Das war uns dann aber doch zu öde und so sind wir zu später Stunde noch nach Napier gefahren, um uns dort unters Volk zu mischen. An der Soundshell spielte Naked Gun, eine unserer lokalen Bands, die wir auch schon bei anderen Parties gesehen und gehört  hatten. Pünktlich um Mitternacht gab es dann wieder ein tolles Feuerwerk zu bestaunen und danach spielte wie üblich das schottische Dudelsackorchester auf. Nach einem Neujahrsdrink in der Emporium Bar sind wir dann wieder nach Hause. 
Die erste Woche im Jahr hatten wir beide noch "zwangs-frei" (was sehr angenehm war!), da die Fabrik ja Weihnachts-/Sommerpause macht, aber ab dem 7. Januar haben wir uns wieder bei den anderen Arbeitssklaven mit eingereiht. Vorher gabs bei uns noch eine kleine Party. So feierten wir am 5. Januar mit einigen Freunden, Nachbarn und Kollegen unsere neuseeländische Staatsbürgerschaft. Wir hatten Glück, es war total windstill und angernehme 20-22°C. Perfekte Bedingungen für eine gute Party. Mittlerweile haben wir übrigens auch unsere Kiwi-Pässe beantragt und erhalten und sind jetzt stolze Besitzer von jeweils zwei Reisepässen. Kaum hatte das Jahr begonnen, waren wir zwei schon wieder allein, da Xenia zwei Wochen lang in einem Wissenschafts-Camp an der Auckland Universität war.  Die Kids wurden mittels eines Bewerbungs-/Auswahlprogrammes der lokalen Rotary Clubs aus den Besten im Bereich der Naturwissenschaften innerhalb der High Schools (Gymnasien) ausgewählt. Aus Hawkes Bay waren es drei Mädels von zwei Schulen. Xenia und ihre Freundin Alice von der Havelock North High sowie ein anderes Mädchen von einer der Privatschulen. In Auckland wohnten sie alle in einem Studentenwohnheim. Gerade ist sie wieder heimgekehrt. Nun hat sie Blut geleckt und möchte am Liebsten gleich mit dem Studium anfangen. Während der zwei Wochen haben konnten durch Vorlesungen und Experimente in die verschiedensten Disziplinen hineinriechen, um ein paar Ideen zu bekommen, in welche Richtung sie sich dann orientieren wollen. Und natürlich gab es auch jede Menge Spaß-Aktivitäten wie Disco, Strandtag, Shopping usw. Wettermäßig ist dies wohl der feuchteste Sommer, den wir je hatten. Wir fragen uns, warum wir damals den dritten Wassertank installiert haben. Wir haben immer wieder Regentage, oft mit Starkregen, so wie diese Woche, als ca. 160 mm in zwei Tagen runter kamen. Dann ist es aber auch wieder sehr sonnig und warm. Dieses Jahr ist jedenfalls alles grün und saftig hier und wächst wie verrückt, während sonst um diese Zeit alles verbrannt und trocken war. So, findet anbei noch ein paar Schnappschüsse von Silvester, der Party und vom Wissenschaftscamp und bleibt gesund und uns weiter gewogen. 
Bis auf bald, Eure HanneBergers